Aufteilung des digitalen Weiterbildungsmarktes

Die Beanspruchung des digitalen Bildungsmarktes durch die Internetgiganten Google, Microsoft & Co ist ein interessantes Thema welches bereits 2018 von Anke Grotlüschen „Erwachsenenbildung und Medienpädagogik: LinkedIn & Lynda, XING und Google als Bildungsanbieter “ und in einer 2020 erschienenen Rezension der Studie von Angelika Gundermann (Marketing statt Didaktik? Globale Internetkonzerne als Weiterbildungsanbieter) aufgegriffen wurde.

Besonders die Geschwindigkeit mit der diese Weltkonzerne die Gelegenheit erkannt und bereits wenige Wochen nach Beginn der Corona-Pandemie Bildungssoftware und Seminarangebote zur Verfügung gestellt sowie den Markt unter sich aufgeteilt haben war beeindruckend. Dagegen wirkten die ersten Annäherungsversuche der klassischen Bildungsanbieter an die Digitalisierung von Erwachsenenbildung zuweilen doch sehr behäbig.

Im Hinblick darauf scheint es, als ob pädagogische Kompetenzen zunehmend an Bedeutung verlieren und stattdessen technisches Knowhow an Wertigkeit gewinnt. Fraglich ist diesbezüglich auch, ob eine Qualitätsoffensive und Betonung der eigenen Stärken der lokalen Bildungsorganisationen reicht um den Vorsprung wieder wettzumachen. Zumal auch die Vorteile der globalen Internetkonzerne was die gezielte Werbung und Ansprache potentieller Kunden betrifft vermutlich nur schwer durch persönliche Beratung ausgeglichen werden können.