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Blog "Digitalisierung der Erwachsenenbildung"

Erkenntnisse aus dem Nationalen Bildungsbericht 2020 für die Weiterbildung

Screenshot www.wikipedia.de

Digitale Medien verändern unser Informations-, Kommunikations-, Arbeits- und Lernverhalten nachhaltig.

DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation: Nationaler Bildungsbericht 2020 – Kapitel H: Bildung in einer digitalisierten Welt (PDF-Datei)

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Digitale Kompetenzen

  • Digitale Kompetenzen entscheiden immer stärker über gesellschaftliche Teilhabe und Chancen am Arbeitsmarkt. Neben selbstständigem Arbeiten gewinnt die Fähigkeit Probleme zu lösen sowie die Bereitschaft zu Kooperation und Kommunikation an Bedeutung.
  • Der Erwerb digitaler Kompetenzen erfolgt bislang nicht primär in Bildungseinrichtungen, sondern im privaten und beruflichen Umfeld. Daraus ergibt sich die Frage nach der Anschlussfähigkeit pädagogischer und didaktischer Konzepte.

Weiterbildungseinrichtungen

  • Teilweise schlechte technische Ausstattung. 97 % haben Internetzugang, aber nicht in allen Räumen. Finanzierungsprobleme bei staatl. Anbietern (z.B. Mangel an digitalen Endgeräten für TeilnehmerInnen von Weiterbildungsveranstaltungen).
  • Rund 30 % der Weiterbildungseinrichtungen haben Fernlehrgänge und E­-Learning im Angebot. 3/4 geben an, dass ihr Angebotsschwerpunkt weiterhin auf Präsenzveranstaltungen liegt. Trend: Blended Learning

PädagogInnen/DozentInnen

  • Anwendungskompetenzen bzgl. Technik, didaktische Kenntnisse über Einsatzmöglichkeiten sowie Innovationsbereitschaft und Aufgeschlossenheit gegenüber Neuentwicklungen werden wichtiger.
  • Erwartet werden die Handhabung von Laptop und Beamer. Nachgefragt werden Informationen zu Datensicherung und Datenschutz. Angeboten werden oft Schulungen zu Büro-Standardsoftware.
  • Der Einsatz digitaler Medien in der Weiterbildung ist umstritten. Es fehlen Konzepte zur Nutzung digitaler Technologien.  Bemängelt werden außerdem unzureichende Fortbildungsangebote.

TeilnehmerInnen

  • Digitale Kompetenzen sind oft unzureichend. 78 % lernen gelegentlich online, aber nur 19 % davon regelmäßig. Darunter sind insbesondere Auszubildende, Studierende und Personen mit hohen Bildungsabschlüssen.
  • Bei Lernenden beliebte digitale Plattformen sind WhatsApp und YouTube. Als häufig genutzte digitale Medien haben sich Videos und Wikipedia herausgestellt.